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FrauenFestTag in Wittenberg

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Im Rahmen der Weltausstellung Reformation fand am 12. August 2017 der FrauenFestTag statt, an dem sich der Deutsche Evangelische Frauenbund mit einem Workshop zum Thema „Wasser“ beteiligte.

Die Wittenberger erkannten bereits im Mittelalter die Bedeutung von frischem Wasser. Wohlhabende Bürger haben sich die Aufgabe gestellt die Stadt Wittenberg mit einem „Röhrleitungssystem“ aus Quellwasser zu versorgen, das eine Alternative zur damaligen Elbwassernutzung war. Die Vorteile des sauberen Quellwassers für den Gesundheitswert waren wohl schon damals bekannt. Auch wir wissen um die Bedeutung von reinem Wasser.

WASSER: Frisch, klar, farblos, geruchlos – so muss es immer sein

Damit es so bleibt, müssen wir uns besinnen und luden am FrauenFestTag in Wittenberg im Hof des Bugenhagenhauses neben einem „Röhrleitungs-Brunnen“ zum Workshop „Frauen am Brunnen – Ort der Begegnung | Schöpfung bewahren – nachhaltig waschen“ ein, den Dietlinde Kunad, Inge Gehlert und Luitgard Herrmann gestalteten.

Inge Gehlert wies darauf hin, dass bereits in der Bibel Wasser von großer Bedeutung war. Am Brunnen wurde das Vieh getränkt, die Menschen holten dort ihr Trinkwasser, er diente sogar als Eheanbahnungsstätte und im Fluss ließen sich Gläubige taufen, wie sie mit entsprechenden Bibelstellen belegte. Auch später trafen sich Frauen am Brunnen, um Wasser zu holen und Neuigkeiten auszutauschen, stellte Dietlinde Kunad fest und betonte, dass selbst in neuerer Zeit Waschsalons nicht nur zum Waschen, sondern auch zum Meinungsaustausch genutzt werden. Wie wichtig auch künftig sauberes Wasser ist, machte Luitgard Herrmann deutlich und informierte über nachhaltiges Waschen. Fast vierzig Frauen beteiligten sich am Workshop und diskutierten mit uns. Sie konnten viele Anregungen über die richtige Dosierung von Waschmitteln und Waschen bei niedrigen Temperaturen mit nach Hause nehmen.

Am Nachmittag hatten wir bei schönem Wetter die Gelegenheit am FrauenFestMahl unter dem Motto „Ein Törtchen, ein Wörtchen, ein Lied“ teilzunehmen. Ilse Junkermann, Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, begrüßte fast fünfhundert Frauen auf dem Marktplatz in Wittenberg. Beim „Törtchen“ wünschte eine örtliche Bäckerin, dass es allen Frauen gut geht und alle anerkannt werden. Das Mitwirken der Frauen ist Kennzeichen der reformatorischen Kirche geworden, erklärte Margot Käßmann beim „Wörtchen“. „Musik ist in Gefahr für falsche Zwecke missbraucht zu werden, aber mit gutem Text ist Musik unschlagbar. Sie ist die Sprache der Seele“, sagte Pastorin und Liedermacherin Sybille Fritsch-Oppermann am Ende des Mahls beim „Lied“.

Der Tag endete mit dem ökumenischen Frauengottesdienst zum Thema „Maria steht auf“. Mit dieser Botschaft wurden die zahlreichen Gottesdienstbesucherinnen aus dem In- und Ausland ermutigt aufzustehen und für Gerechtigkeit und Frieden einzutreten. Den passenden Rahmen dazu bot die Stadt- und Pfarrkirche St. Marien, in der Martin Luther über tausend Predigten hielt und der erste Gottesdienst in deutscher Sprache gefeiert wurde.

Luitgard Herrmann
Beauftragte für den Arbeitsschwerpunkt Medien

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Einladungsplakat für Workshop
Frauenfestmahl in Wittenberg auf dem Marktplatz
Frauenfestmahl in Wittenberg
Gemälde "Maria steht auf" für ökumenischen Frauengottesdienst
"Maria steht auf", ökumenischer Frauengottesdienst