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Deutschland im Wandel – Fremd sein im eigenen Land?

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Bericht vom Sonnenberg-Seminar des DEF Landesverbands Niedersachsen

Todo cambia - Es verändert sich das Oberflächliche, auch das Tiefgründige ändert sich. Es ändert sich die Art zu denken – alles in dieser Welt verändert sich.

Mit den acht Strophen des Gedichtes von Julio Numhauser (Chile) wurden die 32 Teilnehmerinnen auf das Seminar eingestimmt.

Durch die Erarbeitung der Präambel und der Artikel 1 bis 5, 8 und 11 des Grundgesetzes wurde in der lebhaften Diskussion klar, wie weit das Seminarthema gesetzt war. Eine Talk-Show mit Jungendlichen machte deutlich, dass in Russland und Bolivien Sozialisierung nur im Familienverbund stattfindet. Unsere Fragen an die Gesellschaft könnten sie erst durch ihre Erfahrungen in Deutschland nachvollziehen.

Von Pastor Lutz Krügener wurden die auf Zetteln notierten Stichwörter zu den Themen Veränderungen, Ängste, Hoffnungen gegenübergestellt, relativiert, neu gesehen. Wie wir Mut und Stärke zeigen können, erläuterte Krügener mit der Bibelstelle Math. 5, 38-40. Auf die linke Wange schlagen, den Rock nehmen, zwingen eine Meile mitzugehen waren zu Jesu Zeiten Rechte des Herrn. Diese Forderungen zu verdoppeln, zeigte Mut und Stolz, konnte Einstellungen verändern.

Welche Werte Massenmedien vermitteln sollen und welche vermittelt werden, zeigte Wolfgang Kapust, Politikredakteur und Trainer der ZDF-Medienakademie. Anhand von Bildern und Texten demonstrierte er, wie z.B. durch Bildausschnitte oder Satzverkürzungen Aussagen komplett verändert werden. Da sich in der digitalisierten Welt Informationen und Bilder sehr schnell aus nicht kontrollierbaren Quellen verbreiten, wird es immer schwieriger, die „Wahrheit“ zu berichten. Einprägend war der Satz: “Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst“ und das Kantzitat: Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

In einer Auflockerungsrunde haben die Teilnehmerinnen anhand erwürfelter Bilder von Veränderungen in ihrem Leben berichtet.

Die Gleichstellungsbeauftragte der ev. Landeskirche Hannover betonte, wie wichtig Freiheit, Gleichheit und Menschlichkeit im Zusammenleben sei, wie schwierig es aber sei, wenn sich etwas ändert. Dass ängstlich am Gewohnten festgehalten und Fremdes feindlich empfunden wird. Mit Beispielen aus der Bibel zeigte sie auf, dass der Mut zu Veränderungen große Chancen in sich birgt.

2013 erklärte der Bundesgerichtshof, dass das Internet zur Lebensgrundlage von Privatpersonen gehört. In seinem Vortrag ging Bernt U. Köppke auf Vor- und Nachteile des Lebens mit und bei Jugendlichen im Internet.

Ursula Kalisch, LV Niedersachsen

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