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Die Diakonie Deutschland begrüßt die Verlängerung des Ergänzenden Hilfesystems

|   Aktuelles

Betroffene, die als Kinder oder Jugendliche sexuelle Gewalt in Institutionen erleben mussten, können auch zukünftig Anträge auf Hilfen beim Ergänzenden Hilfesystem (EHS) stellen

Berlin, 12. Januar 2017   Viele Institutionen - darunter die Evangelische Kirche
in Deutschland zusammen mit der Diakonie Deutschland - haben die Vereinbarung
zur Beteiligung am Ergänzenden Hilfesystem verlängert. Ursprünglich war eine
Frist zur Antragstellung bis 31. August 2016 vorgesehen. Diese Frist wurde nun
bis Ende 2019 verlängert. Bis dahin soll die Reform des Sozialen
Entschädigungsrechts umgesetzt sein.

"Wir begrüßen die Fortführung des EHS, mit dem Betroffenen auch weiter die
Möglichkeit eingeräumt wird, unterstützende Hilfen zu beantragen", so Maria
Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.

Das EHS unterstützt  Betroffene, die bis heute unter den Folgen der
Gewalterfahrungen im institutionellen Bereich leiden, soweit die beantragten
Hilfen nicht von anderen Hilfesystemen übernommen werden. Der von der
Bundesregierung im März 2010 eingesetzte Runde Tisch "Sexueller Kindesmissbrauch
in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen
Einrichtungen und im familiären Bereich" hatte in seinem Abschlussbericht vom
30. November 2011 die Einrichtung eines Ergänzenden Hilfesystems empfohlen. Das
Angebot richtet sich an diejenigen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexuell
missbraucht wurden und noch heute unter den Folgen leiden.

Dazu hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Strukturen geschaffen, in denen Betroffene, die  sexuelle Gewalt in
Institutionen erlebt haben, Sachleistungen (z.B. für Therapiekosten) beantragen
können. Der Fonds sexueller Missbrauch nimmt die Anträge entgegen, eine
unabhängige Clearingstelle klärt die Antragsvoraussetzungen und empfiehlt der
Institution, welche Sachleistung für die antragstellende Person vorgesehen
werden sollte.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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Stephan Röger, stellv. Pressesprecher

Pressestelle, Zentrum Kommunikation
Telefon +49 30 65211-1780 | Fax +49 30 65211-3780
E-Mail: pressestelle@diakonie.de

Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband
Caroline-Michaelis-Str. 1  | 10115 Berlin
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