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EFiD:„Regierung macht sich unglaubwürdig“ Nationaler Integrationspreis und aktuelle Gesetzgebung passen nicht zusammen

|   Aktuelles

Das Präsidium der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) wird den Nationalen Integrationspreis der Bundeskanzlerin nicht unterstützen. Dies hat das Leitungsgremium des Dachverbandes der Frauen in der Evangelischen Kirche dem Bundeskanzleramt in einem

Schreiben mitgeteilt und darin deutlich gemacht, dass sie auch andere Organisationen auffordern werden, sich ihnen in dieser Frage anzuschließen.

„Die Regierung macht sich unglaubwürdig, wenn sie einerseits Menschen auszeichnet, die
sich um Integration verdient gemacht haben, und anderseits selbst diesem Anspruch nicht
gerecht wird“, erklärt EFiD-Vorsitzende Susanne Kahl-Passoth. Der Bundestag habe in den
vergangenen Monaten mit den Stimmen der Regierungskoalition gesetzliche Regelungen
verabschiedet, die einer Integration von Geflüchteten entgegenwirkten. „Verschärfungen bei
der Erteilung der Niederlassungserlaubnis, Wohnsitzzuweisung, eingeschränkte
Nachzugsmöglichkeiten für Familienangehörige, Leistungskürzungen – all das sind
Maßnahmen, die einer gelingenden und dauerhaften Integration nicht zuträglich sind.“

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