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Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und sein Bildungsauftrag

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EFB-Tagung im Bayerischen Rundfunk

Die Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Bayern (EFB) und Rundfunkrätin Elke Beck-Flachsenberg konnte über 60 Teilnehmerinnen zur 53. Rundfunk­tagung der Evangelischen Frauen im Funkhaus München begrüßen. Die Tagung stand unter dem Motto „Bildung in bewegten Zeiten und in einem geschichtsträchtigen Jahr“.

In seinem Impulsvortrag sprach Dr. Hans-Martin Schmidt, ARD-Referent des ARD-Vorsitzenden und BR-Intendanten Ulrich Wilhelm, von „Schicksalsjahren der ARD“. Die eigentlich wichtigen zwei Fragen und Herausforderungen sieht Schmidt in einerseits dem Populismus und andererseits der Haltung „Ich zahle nur für das, was ich nutze!“

Werner Reuß, Leiter des Programmbereichs Wissen und Bildung sprach engagiert über den Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Zeiten des gesellschaftlichen Um­bruchs. Einer Zunahme an Diversifizität (Diversität) entspräche auf der anderen Seite die Abnahme der Bedeutung intermediärer Organisationen wie der Gewerkschaften, Kirchen, Parteien oder auch dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. Die Akzeptanz ginge zurück, der Ton aber werde aggressiver. Es gebe eine Entsolidarisierung in der Gesellschaft, die nicht nur beim Rundfunk zu spüren sei. Dennoch sollte man nicht aufgeben, sollten auch die Medien weiter für Qualität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stehen. Sie hätten einen Bildungsauf­trag, sie sollten die Vielfalt des Lebens in ihrer Gesell­schaft abbilden. Das sei auch ein Beitrag gegen die Zentrifugalkräfte, die in unserer Gesellschaft wirken.

Bildung beflügelt! so Reuß am Ende seines State­ments.

Wie wichtig Geschichte und der weibliche Blick sind, demonstrierte anhand von Filmausschnitten Andrea Bräu, Redakteurin in der Redaktion Grundbildung, Geschichte und Gesellschaft, und Miriam Stumpfe aus der Redaktion Wissen und Bildung aktuell ver­deutlichte die Chancen einer trimedialen Arbeit.

Elke Beck-Flachsenberg stellte am Ende der Tagung fest: „In unserer zunehmend divergierenden Gesellschaft sind Selbstverständlichkeiten nicht mehr selbstverständlich. So braucht auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine breite, mit allen gesell­schaftlichen Gruppierungen geführte Debatte, um sie von seiner Bedeutung für die öffentliche Meinungs­bildung zu überzeugen (und solidarisch, unabhängig von der Nutzung, den Rundfunkbeitrag zu leisten).“

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Quelle: BR, Johanna Schlüter