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Verbraucherbildung im DEF Landesverband Bayern

|   Aktuelles

Das VB-Programm wird weitergeführt

Verbraucherbildung und der DEF – das passt gut zusammen. Der DEF Landesverband Bayern mit den beiden Arbeitsgemein­schaften AEH und EAM sowie den Ortsverbänden haben genügend Frauen, die sich für diesen vielfältigen Themenbereich interessieren, die auch über Wissen und Erfahrung verfügen. Träger der Arbeit im Rahmen des Programms Verbraucherbildung Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz ist der gesamte Landesverband.

Im Schnittbereich der förderfähigen Bereiche „Finan­zen“ sowie „Internet und Datenschutz“ liegt die „Bargelddiskussion“, die zukünftige Digitalisierung und Abschaffung des Bargelds. Dabei wurde in zahlreichen Veranstaltungen das Onlinebezahlen mit neuartigen Systemen, vor allem mit dem Handy, vorgestellt und Erfahrungen und Erwartungen der Teilnehmerinnen abgefragt. Auch dem Bargeld selbst und seiner Geschichte in Deutsch­land und Europa wurde in diesem Zusammenhang ein Blick gewidmet. Nach offizieller Lesart der Deut­schen Bundesbank wird das Bargeld vorgehalten werden, „solange die Menschen es wollen“. Jedoch kann den Menschen die Lust daran durch Bereitstel­lungsgebühren und eine eventuelle Nichtannahme bei Einkäufen von interessierter Seite durchaus gemindert oder genommen werden.

Interessante und nützliche Apps auf dem Smart­phone oder Tablet waren Gegenstand mehrerer Kurse und Workshops. Apps, die chemische und hormonelle Zusätze oder Mikroplastik in Kosmetika anzeigen, oder Bewegungs-Apps, bei denen vorgeturnt wird, fanden bei den entsprechenden Veranstaltungen des DEF ihr Publikum. Reisebuchung online war in meh­reren Einheiten Thema. Vergnügt wählten sich die Frauen Urlaubsziele, Flüge und Hotels.

In die unendlichen Welten der Serien führte eine Ver­anstaltung über Streamingdienste. Nicht nur erfuhren die Teilnehmerinnen die Geschichte von YouTube, sondern tauchten auch in das Angebot von kosten­pflichtigen Streamingdiensten wie vor allem Markt­führer Netflix ein, wo nicht nur bestehendes Material verwertet wird, sondern bereits eigene Serien pro­duziert werden. Aus dem Haushalt von Familien mit Jugendlichen oder jungen Leuten ist dieses verän­derte „Fernsehen“ schon gar nicht mehr wegzu­denken.

Im Programm Verbraucherbildung Bayern ange­kommen sind neben der Verbraucherzentrale Bayern und dem Verbraucherservice Bayern im KDFB auch neue Partner. Unter ihnen ist der „Digital-Kompass“, ein Projekt, das älteren Menschen mit Online-Stamm­tischen zu Digitalthemen und einer spezifischen Mate­rialsammlung Verbraucherschutz online auf direktem Weg per Videoschaltung nahebringt. In München fand ein hochinteressanter Digital-Stammtisch zum Thema „Internet of Things“ statt.

Eine besondere Vorsorge nimmt das Veranstaltungsthema „Der Digitale Nachlass“ in den Blick. Denn jede Betätigung im Internet hinterlässt Spuren, Konten werden online geführt, Käufe getätigt, Abonnements bestehen und in Sozialen Netzwerken und Onlineforen persönliche Beiträge geschrieben. Dies alles gehört zum Erbe einer Person. An ein Testament oder eine Patienten­verfügung wird gedacht, aber diesen wichtigen neuen Bereich hat frau noch nicht so auf dem Schirm!

Auch im kommenden Jahr werden spannende The­men in und außerhalb des VB-Programms angeboten werden. Das Programm wird vonseiten der Staatsre­gierung verstetigt und bietet die Möglichkeit, Refe­rentinnen mit tollen Themen in den eigenen Ortsver­band einzuladen oder an einem Seminar zu betei­ligen, das die Bereiche „Finanzen“ und „Internet und Datenschutz“ berührt. Der DEF Landesverband Bayern hatte sogar die Ehre, sich als Stützpunkt im Programm vorstellen zu dür­fen, als im Ministerium für Umwelt- und Verbraucher­schutz eine Expertengruppe aus Baden-Württemberg Möglichkeiten der Übernahme des Programms aus­lotete. Auch standen die Modalitäten und Neuerungen des Pro­gramms im Mittelpunkt einer eintägigen Fortbildung im Ministerium. Das Volumen erhöht sich, zu den bestehenden 14 Stützpunkten sollen noch einige hinzukommen. Einige Maßnahmen betreffen die leichtere Verwaltung für die Stützpunkte. Das Ministerium und somit das Bundesland erhofft sich und unterstützt eine qualitativ hochwertige, produkt- und anbieterneutrale Verbraucherbildung überall in Bayern. Dass das Programm gewachsen ist und weiter wächst, dass die Zusammenarbeit gut ist und dass die Verbraucherbildung in der Fläche gelingt und auf Interesse stößt, ist ein schöner Erfolg. Der DEF ist stolz darauf, daran als Stützpunkt Verbraucher­bildung Teil zu haben und interessante, nützliche, kritische Verbraucherinformationen mit gut qualifi­zierten Referentinnen auf spannenden Veranstal­tungen mit den Teilnehmerinnen zu diskutieren.

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